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Impulstagung Besuchsdienst: Sorgenden Sorge tragen – Angehörige unterstützen

Datum: 07.06.18
Zeit: 9.30 - 16.30
Kategorie: Freiwilligenarbeit
Beschreibung:

Sorgenden Sorge tragen – Angehörige unterstützen

Impulstagung Besuchsdienst

Angehörige sind oder waren wir alle. Die einen übernehmen dabei im Laufe ihres Lebens die Rolle des/der pflegenden Angehörigen. Sie sorgen für ihre PartnerIn, ihre Eltern / Kinder oder kümmern sich um ihre Nachbarn / Freunde indem sie diese pflegen, begleiten oder betreuen. Dabei stehen sie im Spannungsfeld zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen des Gegenübers. Neben stärkenden und erfüllenden Erfahrungen sind sie oft Belastungen ausgesetzt, welche an die eigenen Grenzen führen.
Im Einstiegsreferat geht Heinz Rüegger der Frage nach, inwiefern eine moralische Verpflichtung besteht, sich um ältere Familienmitglieder zu kümmern. Er erläutert, was aus seiner Sicht familiale Fürsorge beinhaltet und in welchem Verhältnis sie zu externen Betreuungsangeboten steht. Weiter macht er auf Stolpersteine in der innerfamiliären Betreuung aufmerksam und gibt Anregungen zum Umgang mit Autonomie und Fürsorge.

Referent: Dr. Heinz Rüegger, Theologe, Ethiker und Gerontologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut Neumünster

Am Nachmittag wird die Thematik in verschiedenen Gruppen vertieft:

Allzeit bereit und mittendrin (Heidi Minder Jost)
Im Sandwich zwischen der Betreuung der (Enkel-)Kinder und der Pflege der Eltern wird pflegenden Angehörigen viel abverlangt. Wieviel „muss, kann, will und soll“ steckt dahinter? Wie kann diese Lebensphase trotz allen Anfordernissen gut gestaltet und gelebt werden?

Mit pflegenden Angehörigen ins Gespräch kommen (Ursula Jarvis)
Pflegende Angehörige meistern viel. Sie übernehmen Verantwortung, freie Zeit ist bei vielen Mangelware. Ihre Arbeit geschieht oft im Verborgenen und Probleme werden teilweise im Umfeld nicht verstanden. Ein offenes Ohr für die Angehörigen kann viel helfen und entlastend wirken.

Sich selber Sorge tragen (Christiane Grimm-Angelrath)
Am Beispiel von Origami gehen Sie anhand einfacher Faltungen auf die Suche, wie Sie ganz persönlich Glück und Entfaltung im Einfachen finden. Was prägt und stärkt? Wofür auch in belastenden Situationen Zeit nehmen?

Spirituelle Ressourcen – Umgang mit Schuld und Scham (Brigitte Bühler)
Ein Versprechen, das sich nicht einlösen lässt, eigene Grenzen, die nicht voraus gesehen wurden, Ungeduld, Zorn oder Ablehnung, die man nie bei sich erwartet hat. Was, wenn Scham und Schuldgefühle zu erdrücken beginnen? Wie Entlastung finden an Seele und Geist? Wie Angehörigen begegnen, die Einblick geben in belastende Gefühle?

Teil sein einer sorgenden Gemeinschaft - den Besuchsdienst weiterentwickeln (Simon Hofstetter)
Den Besuchsdienst weiterentwickeln, indem die Anspruchsgruppe um die der pflegenden Angehörigen erweitert wird. Was sind Grundvoraussetzungen dazu? Welche Beispiele gibt es bereits? Welche Ideen bringen Sie mit? Zeit für Inputs und für die Suche nach ersten Schritten, die vor Ort umgesetzt werden können.

Programm:

9.30 Uhr Begrüssung, Einstieg
10.00 Uhr Referat: Für ältere Familienmitglieder muss ich sorgen – oder?
11.00 Uhr Pause
11.30 Uhr Austausch in Kleingruppen
12.30 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr Wahl-Vertiefungen in Gruppen, inkl. Pause
16.00 Uhr Ausklang

Vertiefungen

  • Brigitte Bühler, Theologin/Spitalseelsorgerin
  • Christiane Grimm-Angelrath, Buchbinderin und Origamistin mit Projekten in Jugend- und Erwachsenenbildung
  • Dr. Simon Hofstetter, Theologe, wissenschaftlicher Mitarbeiter Uni Bern, Leitung Stab „Diakonie Schweiz“
  • Ursula Jarvis, Sozialdiakonin,  Leiterin Besuchsdienste und Gruppe für Angehörige
  • Heidi Minder Jost, Beauftragte Alter und Generationen, Refbejuso

Auskunft: Rahel Burckhardt, T 031 340 25 11

Lokalität: Haus der Kirche
Adresse: Altenbergstrasse 66
Ort: 3013 Bern
Infos:
Veranstalter: Gemeindedienste und Bildung
Kontakt:
Kontaktemail: kursadministration(at)refbejuso.ch
Zielpublikum: Freiwillige aus Besuchs- und Begleitdiensten (inkl. Palliative Care), Besuchsdienstleitende, pflegende Angehörige
Leitung: Rahel Burckhardt, Beauftragte Freiwilligenarbeit, T 031 340 25 11
Kosten: CHF 80.– inklusive Verpflegung und Kursunterlagen
  23.10.2017/hbächler


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